Brigo
Brigo

Santiago de Compostela

 

Von Muros, unserem nächsten Hafen, fahren wir mit dem Bus 70 km nach Santiago de Compostella. Kaum angekommen, begegnen wir meist jungen Pilgern, überraschend viele haben sich auf den beschwerlichen Weg gemacht. Wir staunen,dass die Innenstadt nicht nur aus dem Kathedralenkomplex besteht, sondern eine Vielzahl von Kirchen und gut erhaltenen historischen Gebäuden bietet. Vor dem Eingang der Kathedrale warten wir mit vielen Gleichgesinnten geduldig auf den Einlass. Die Kathedrale hat einen kreuzförmigen Grundriss von gewaltigen Ausmassen. Zentral unter dem imposanten komplett vergoldeten Hauptaltar ruhen die Gebeine des heiligen Jacobus. Den meisten Besuchern ist eine tiefe Ergriffenheit anzumerken, uns geht es nicht anders.
Der Pilgerweg über das Wasser und auf über 1000 m auf dem durch die charakteristische Muschel gezeichneten Pfad waren auch nicht ohne. Es war jedenfalls ein Erlebnis der ganz besonderen Art, für uns unvergesslich!

Porto

Die iberische Atlantikküste gefällt uns von Tag zu Tag besser aufgrund ihrer Eigenwilligkeit! Kein Tag ist wie der andere. Wir verlassen Muros, den letzten spanischen Ort und machen uns bei dichtem Nebel auf den Weg nach Porto. Keine Viertelmeile weit können wir sehen, bei den vielen kleinen Fischerbooten und Fischerfähnchen heisst es aufpassen!
Nach einer enorm schaukeligen Fahrt sind wir glücklich, als wir uns endlich Porto nähern. Die imposante Einfahrt in den Douro-Fluss sowie die schicke Marina lassen uns schleunigst alle Strapazen vergessen.
Porto ist eine quicklebendige Stadt mit imposanten historischen Gebäuden, teils wunderbar hergerichtet, teils extrem rott, alles dicht beieinander. Die imposanten Brücken ( 2 davon konstruiert von Gustav Eifel ) über das mehr als 60 Meter tiefe Dourotal verbinden die Städte Gaia und Porto. Da verkehren supermoderne Metro, nostalgische Strassenbahnen, Sightseeing-Busse, Hubschrauberrundflüge, Seilbahnen!
Ausgefallene, malerische Restaurants, Cafes, überall ist Leben.
Wie schon in den spanischen Orten so beginnt auch in Portugal das Leben morgens ganz gemach, alles schläft länger, selbst die Sonne. Entsprechend später ist Feierabend!
Wir laufen kilometerweit am Douro entlang, geniessen den Blick aus 60m Höhe von der Brücke auf Stadt, Land, Fluss......
Bewundernswert die fliesenbesetzten Fassaden von Häusern und Kirchen. Imposant die wunderbar hergerichteten Gebäude im Zentrum mit ihren reichen Verzierungen. Keine Hektik, alles läuft ganz entspannt, hier lässt sich's leben!

 

 

 

 

Costa Nova

Das Abschiedsessen findet im kleinen Fischerdorf statt: ein Restaurant für die Fans vom SC Porto, wir sitzen an der Straße, bekommen das Dorfleben hautnah mit bei gegrilltem Lachs, Kartoffeln mit Olivenöl und reichlich Knoblauch, dazu Vinho Verde-ist das köstlich.
Ein Nachbar transportiert auf dem Autodach seine neue Matratze, das provoziert lautes Gejohle, die älteren Frauen spazieren mit Schürze herum, Kinder spielen Fussball, ein alter Mann sitzt im SC- Porto Tricot vor seiner Haustür, alles spielt sich draußen ab. Eine friedliche Welt, weitab von Gut und Böse!
Am nächsten Morgen starten wir Richtung Lissabon, natürlich bei dickem Nebel.
In der abwechslungsreichen Wasserlandschaft bei Aveiro ankern wir vor Sao Jacinto.
In Bad Schwartau kaufte ich 2 Espressotassen meines Lieblingsgeschirrs 'Costa Nova'. Im Internet erfuhr ich, dass der Name vom gleichnamigen alten Fischerdorf in Portugal mit seinen typischen gestreiften Häusern stammt. Der heutige Badeort hat diesen Stil beibehalten. Das war ein guter Grund für einen Besuch.
Bei strahlendem Sonnenschein fahren wir mit Mini, dem Gummiboot, die 45 min nach Costa Nova. Uns erwartet ein Traumstrand, leuchtend weißer Sand, Blick auf blaugrünes Wasser mit leichter Brandung. Anstelle einer Promenade führt uns ein endloser Holzsteg auf Pfählen durch die tolle Dünenlandschaft, links der Blick auf wunderhübsche gestreifte Häuser, rechts der herrliche Strand, anfangs hier und da eine Strandbar, später Natur pur. Zu schön um wahr zu sein!
Wir trinken einen Cafe, dazu Natas, einfach köstlich.
Später essen wir den portugiesischen Fischeintopf mit Reis, dazu gibts Vinho Verde. Was geht es uns doch gut!
Auf dem Rückweg zu Brigo wird es feucht! Wie begossene Pudel, frierend, aber satt und zufrieden kehren wir zurück. Aber oh Schreck!!!! Brigos Anker muss in der Zwischenzeit gerutscht sein, nun liegt das Schiff schräg auf der Sandbank. Aus eigener Kraft kommen wir nicht raus, die freundlichen Nachbarn beobachten unauffällig das Geschehen, aber niemand bietet seine Hilfe an, echt enttäuschend!
Über Funk schildern wir unsere Situation und bitten um Hilfe. Die freundliche Polizei kommt mit großem Schlauchboot und nach vielen Versuchen ist Brigo endlich wieder frei. Uns fallen 1000 Steine vom Herzen, aber der Schreck sitzt tief. Die Polizei – Dein Freund und Helfer, stimmt!! Vielen Dank!
Von da an lassen wir Brigo nur noch kurz allein und halten möglichst Blickkontakt.
Weiter gehts über Figueiras da Foz, Peniche bis zur Einfahrt nach Lissabon. Jeden Morgen Nebel, kühles Meer, sehr erfrischend.
Unglaublich schöne Stimmungen: Küste im Nebel, mit Nebel und Sonne- unvergessliche Eindrücke!

letztes Update :

 

23.10.2018

 

 

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