Brigo
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Treguier und Morlaix

 

Die Einfahrt nach Treguier ist gespickt mit Felsen und erfordert allerhöchste Aufmerksamkeit, es herrscht düstere Novemberstimmung. Etwa 2 Stunden nach Niedrigwasser liegen grosse Teile des Flusses noch trocken, eine wilde Mondlandschaft ist nichts dagegen! Es ist ungemein beeindruckend, sowas habe ich noch nie gesehen.
Am nächsten Morgen trauen wir unseren Augen nicht: Sonnenschein, ein breiter Fluss, idyllische Umgebung.
Das Schwimmen in dem 'erfrischenden' Wasser ist nix für Weicheier!
Auf dem Weg nach Morlaix suchen wir uns einen Ankerplatz mit beeindruckender Aussicht auf Schlösser, Golfplatz, eine kleine Festung in der Flusseinfahrt sowie Austern- und Miesmuschelfarmen. Dort wird bei Niedrigwasser fleissig geerntet.
Perfektes Timing: Hans und seine Crew kommen mit dem Auto aus München zeitgleich mit uns am verabredeten Treffpunkt 'Hafen Morlaix' an. Unser freudiges Wiedersehen feiern wir bei Muscheln und Wein! Das letzte Treffen mit Alkyone und Brigo war in Panama 2013, das nächste wohl in Carloforte.
Unser Stadtrundgang durch Morlaix führt uns treppauf bis auf die untere Arkadenreihe des gewaltigen Viadukts. Von dort bietet sich eine grandiose Aussicht auf die malerische Stadt mit ihren kleinen Gassen voller malerischer Häuser.
Die alte, ehrwürdige Kirche St. Melaine begrüsst Ihre Besucher mit einem freundlichen Blumenstrauss im Eingang. Die Decke zeigt einen Sternenhimmel, unserer Meinung nach besonders passend für eine Kirche.
Der vielfältige Markt bietet für jeden Geschmack etwas und lockt jede Menge Besucher, sogar die Sonne.
Bereits heute Abend nutzen wir die Schleusenöffnung um diesen Ort zu verlassen, wir möchten morgen den günstigen Wind für die Weiterreise nach Brest nutzen.

Morlaix

     Bretagne

 

Brest

Bei angenehmen Temperaturen und lauem Wind erreichen wir die gewaltige Reede von Brest, die Zufahrt ist nur eine Meile breit, sodass sich uns dahinter ein riesiger, geschützter Binnensee eröffnet. Im Marinegelände beschert uns der monströse deutsche U-Boot-Bunker auch nach 70 Jahren noch gewaltiges Unbehagen.
1944 wurde Brest von den Alliierten in Schutt und Asche gelegt, demzufolge hat es heute enttäuschend wenig Flair. Einzig die alte Hafenfestung, sowie einige historische Gebäude wurden wieder aufgebaut und lohnen einen Besuch.


Die Überquerung der Biskaya benötigt etwa drei Tage. Bei diesem schwierigen Seegebiet ist eine sichere Vorhersage kaum möglich. Also fahren wir kurzentschlossen am Freitag los. Nach einer schaukeligen Nacht verläuft der nächste Tag eher ruhig, Orcas begleiten uns ein Stück, Flaute, wir dümpeln vor uns hin, dann wieder kommen wir gut voran, Delfine um uns herum, eine unruhige, stürmische Nacht bringt uns unserem Ziel flott näher, gönnt uns jedoch kaum Schlaf.
Endlich ist Land in Sicht! Wir sind überglücklich, ankern in wunderbarer Bucht hinter Kap Finistere mit Blick auf einladende Sandstrände-Sonne-geschafft!!!
Das Schwimmen im leidlich warmen, grünen Wasser ist ein Genuss, wir haben endlos lange darauf gewartet.

 

Brest

 

 

 

Biskaya

letztes Update :

 

23.10.2018

 

 

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