Brigo
Brigo

Alderney, Kanalinseln

Ein letzter sonniger Spaziergang am Strand, Muscheln thailändisch an der Promenade, mit der Brückenöffnung um 17 Uhr verlassen wir Saint Valery Richtung Cherbourg. Uns erwartet eine ruhige Nacht, leuchtende Kreidefelsen bei Sonnenuntergang begleiten unseren Weg.
Ein toller Sonnenaufgang läutet den nächsten Morgen ein, dank mitlaufender Strömung ist Cherbourg früh in Sicht. Spontan nutzen wir das gute Wetter zur Weiterfahrt und erreichen mittags Aldernay Braye Harbour.
Problemloses Einklarieren, weiter nach St Anne, dem einzigen Ort der 2000-Seeleninsel. Die mächtige, gut erhaltene Inselkirche inmitten des grossen, alten Friedhofs beeindruckt uns sehr. Ansonsten begeistert uns der Ort nicht sonderlich.
Es folgt ein ungemütlicher, regnerischer Tag mit reichlich Wind.
Die Temperaturen sind enttäuschend:
Das Wasser erreicht in den nächsten Tagen auch bei strahlendem Sonnenschein maximal 17 Grad, die Luft kaum mehr.
Mit wunderbar leichten Alurädern umrunden wir die Insel, selbst nahezu alle Steigungen können wir damit bewältigen und erfreuen uns an der wohltuenden Landschaft, bestaunen gewaltige Festungen, einige sind in Privatbesitz. Die Küste ist leider auch reichlich mit ehemals deutschen Befestigungsanlagen und Bunkern bestückt. Die Einwohner gehen damit jedoch erstaunlich gelassen und objektiv um, es ist inzwischen nahezu eine Touristenattraktion. Die Ausblicke auf malerische, feinsandige Buchten, gischtumtoste Felsen, tückische Stromwirbel bieten unendliche Fotomotive. Eine grosse Herausforderung ist für uns das Radfahren im Linksverkehr, da müssen wir uns immer wieder dran erinnern: links fahren!!!!
Nach unserer anfänglichen Enttäuschung hat uns unsere Rundfahrt schwer begeistert und der Besuch von Alderney hat sich unbedingt gelohnt.
Nun sind wir gespannt auf Guernsey.
 

Auf dem Weg nach Guernsey passieren wir eine unbewohnte Nachbarinsel, dort sollen Papagaientaucher zuhause sein. Trotz Fernglas und Teleobjektiv bekommen wir keine zu sehen, schade!
Auf Guernsey tobt das Leben, ein nicht zu kleiner Kreuzfahrer liegt vor dem Wellenbrecher, eine grosse Katamaranfähre liegt seitlich an der Mole, jede Menge Boote tummeln sich im Vorhafen und warten geduldig auf die freundlichen Einweiser, dazwischen fahren die Barkassen des Kreuzfahrers ihre Gäste hin und her. Alles klappt hervorragend, wir erhalten einen prima Liegeplatz längsseits am Steg, wenig später macht ein Engländer an Brigo längsseits fest(er liegt im Päckchen).
Der eigentliche Hafen macht nur zu Hochwasser auf, jede Menge Boote warten noch darauf.
Wir gehen wieder die berühmte Hühnerleiter hoch an Land: dort ist viel los, Livemusik, jede Menge Stände mit Essen und Getränken, das Meiste aus der Region. Die Menschen sitzen fröhlich in der Sonne und geniessen. Nach dem ruhigen Alderney erschlägt es uns zu Anfang fast!
St Peter schmiegt sich dahinter den Hügel hinauf, dicht an dicht Restaurants, Cafes, Geschäfte, alles was das Herz begehrt. Viele einladende kleine Strassen, alles sehr gemütlich.
Der nächste Tag begrüsst uns mit blauem Himmel, Sonne und angenehmer Temperatur. Spontan mieten wir ein Auto und erkunden die Insel. Alle Badebuchten an der Nordwestküste sind trockengefallen. Eine sehr eigenartige Atmosphäre. Der Linksverkehr erfordert höchste Konzentration, es scheinen fast alle 66000 Einwohner der Insel im Auto unterwegs, die extrem schmalen Strassen lassen uns immer wieder die Luft anhalten. Natursteinhäuser mit liebevoll angelegten Gärten sowie atemberaubendem Blick begeistern uns.
Die Führung durch Sausmarez Manor, der Besuch des Skulpturen- sowie des Tropischen Gartens sind sehr interessant.
Der Süden der Insel hat es uns angetan: Häuser mit atemberaubendem Weitblick liegen oberhalb der Klippen, in kleinen Strassen liegen schmucke Häuser versteckt. Der schicke Flughafen verschlägt uns die Sprache.
Mit Lesley und Martin aus England essen wir gemütlich plaudernd auf einer Terrasse oberhalb des Hafens bis uns die Kälte nach Hause treibt. Wo bleibt nur der Sommer?
Am nächsten Morgen ist Brigo von Booten zugeparkt. Wir möchten früh los. Eckhard weckt die Nachbarn, alle lösen die Päckchen auf und helfen, Brigo aus der Enge herauszumanövrieren. Dazu gibt es von Petrus ein gehöriges Donnerwetter und kurzen Platzregen. Ob das alles so richtig ist?
Als wir glücklich raust sind ruft ein Nachbar lachend: we have survived!
We too und los geht s mit super Segelwind zur Bretagne.

letztes Update :

 

23.10.2018

 

 

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