Brigo
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Juni 2

 

Die folgenden 2 Tage bescheren wahres Seglerglück.

Bei flottem NW Wind rauschen wir aus der Förde hinaus zur Schlei.

Kaum greift der Anker im Schlick, öffnet der Himmel seine Schleusen und Rasmus pfeift sein Lied dazu. 10 Grad Lufttemperatur, wie im Herbst.

Weiter gehts über Heiligenhafen nach Fehmarn. Viele Traditionssegler kreuzen unseren Kurs auf ihrem Weg zur Kieler Woche.

 

Fehmarn empfängt uns recht sonnig. Endlich können wir unsere Beine mal wieder ordentlich bewegen. Schöner Fußweg in die spießige Stadt Burg und später an den Südstrand. Typisch deutsch: "Haben Sie Ihre gültige Ostseecard dabei?" Sonst ist der Zutritt zum Strand verboten!

Uns entschädigt das Cafe Sorgenfrei mit Kaffee und Kuche, kostenloser Platz an der Sonne inclusive.

 

Auf den letzten Meilen gen Bad Schwartau sichtet Sybille abermals einen Schweinswal.

Juni

Das Warten hat ein Ende!

Wir starten zu einer kleinen Ostseereise. Mal sehen, wohin der Wind uns treibt.

 

Zunächst nach Wismar, der alten Hansestadt. In den 26 Jahren nach der Wiederveineinigung ist viel in dieser schönen Stadt passiert. Nur noch wenige Häuser versprühen den grauen DDR Charme. Die riesigen Backsteinkirchen sind weitestgehend saniert. Sie beeindrucken uns zutiefst.

Zurecht wird Wismar von vielen Touristen besucht.

Im alten Hafen liegen Traditionsseglern wie die Alexander-von-Humboldt, Fridtjof-Nansen oder der Nachbau einer Hanse Kogge (der Bau war ein Projekt für arbeitslose Jugendliche).

Wir befinden uns in guter, maritimer Gesellschaft.

Im strahlenden Sonnenschein und gut geschützt ist es angenehm warm, der Wind hingegen lausig kalt.

 

Weiter geht.s nach Dänemark.

Wir passieren die Fehmarn-Sund-Brücke.

Jedes Mal ein Nervenkitzel: nur 2,5 Meter "Luft" von Mastspitze bis zu den Brückenstreben.

 

Bei Marstal laufen wir in die "dänische Südsee" ein. Ein Inselgewirr, eingebettet in flache Wasser und gewundene Fahrrinnen.

Der Star ist hier die Insel Aerö mit dem Hauptort Aerosköbing.

Die Kopfsteinpflasterstrassen sind von alten Häusern gesäumt, Stockrosen und Strassenlaternen runden das einzigartige Idyll ab.

 

Bei strahlendem Wetter unternehmen wir einen Fahrradausflug über die wunderschöne Insel. Die Bauernhöfe liegen einzeln verstreut inmitten von blühenden Wiesen und Feldern in der hügeligen Landschaft. Viele könnten uns gefallen. Aufgrund Landflucht sind die Angebote recht günstig. Die Inselverwaltung unterstützt den Zuzug mit Angeboten für 4 monatiges Probewohnen in einem Musterhaus.

 

Es geht weiter in die Flensburger Förde zur Stadt des Rums und des Flens

(für uneingeweihte: Flens wird das Flensburger Pils Bier genennt).

Leider ist der Himmel nun durchweg grau und die Luft mit 11-15 Grad kühl.

 

In Flensburg feiern wir ein fröhliches Wiedersehen mit Claus Aktoprak, the sailing bassman. Wir hatten uns letztes Jahr auf dem Götakanal kennen gelernt.

 

Jetzt, in 10 Minuten, starten wir den Rücktörn nach Bad Schwartau via Fehmarn.

 

 

APRIL-MAI

Brigo hat den Winter im Wasser verbracht.

Die Nord-Ost-Marina bietet eisfreie Wasserliegeplätze an.

Das haben wir in den letzten 2 Jahren zwar nicht wirklich benötigt, aber man weiss ja nie. Die Erderwärmung erwärmt halt auch das sonst so durchfrorene Ostseewasser.

Die recht lange to-do-Liste ist fast abgearbeitet.

Leider sind 2 Solarpaneele von sunware gestorben. Schöner Mist. Sie sind erst 2011 an Bord gekommen. Die 20 Jahre alten Paneele von Siemens funktionieren weiter ein´wandfrei. Pech oder verfallende Qualität?

Wo wir gerade bei alter Ausrüstung sind. Das ebenfalls 20 Jahre alte Radargerät von Koden ist auch friedhofsreif. Ein neues-gebrauchtes zieht an Bord ein. Das erfordert größere Umbauten in der Naviecke. Der Bildschirm ist nun LCD statt Kathodenstrahlröhre.

Aber auch Kleinigkeiten wie ein neuer Wasserhahn im Bad bereiten Freude...

 

 

letztes Update :

 

23.10.2018

 

 

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